Schachblumenwiesen in Heiligenbrunn: Unser Betrag zur Biodiversität

Die Schachblume ist eine der originellsten und seltensten Blumen im Burgenland. Die Feuchtwiesen in Hagensdorf und Luising (Gemeinde Heiligenbrunn im Bezirk Güssing), in denen sie wächst, werden von den Schüler*innen der Landwirtschaftlichen Fachschule in Güssing naturschutzgerecht gepflegt. Im Mai sind die Jugendlichen dazu eingeladen, „ihre“ Wiesen einmal aus einem anderen Blickwinkel erleben zu dürfen. Herr Direktor Gerhard Müllner und Heiligenbrunns Bürgermeister Johann Trinkl unterstützen die Aktivitäten.


17. Mai 2022

Heiligenbrunn: Zu Gast in den Schachblumenwiesen in Luising!

Ein besonderer Tag für die Schülerinnen und Schüler der Landwirtschaftlichen Fachschule Güssing: Heute besuchen sie das Naturschutzgebiet, das von ihrer Schule gepflegt wird! Bürgermeister Trinkl ist da, begrüßt die Gäste, in Begleitung von Frau Professor Köhling (von ihr sind die besten Fotos!), hocherfreut. Er weist auch auf andere Heiligenbrunner Besonderheiten hin (Uhudler! Kellergasse!): Schließlich kommen manche Schüler*innen – besonders jene in der Pferdewirtschaft - von weit her (Nickelsdorf!)

Wir (Katha, Laura, Julia und Thomas) staunen nicht schlecht darüber, was die Schüler*innen bereits alles wissen und kennen! Zum Beispiel in der Vögel-und-Bachufer-Gruppe: Haben Heuschrecken eine Puppe? „Nein, sie machen eine unvollkommene Metamorphose!“ Am Bachufer haben wir heute besonderes Glück: die Eintagsfliegen sind gerade in Massen geschlüpft und verstecken sich zwischen den Libellen an den Schilfhalmen. Der Teichrohrsänger („kleiner brauner Vogel“) lässt sich nicht blicken – aber sein krächzender Ruf tönt weithin. Die Schwarzkehlen präsentieren sich hingegen sehr schön!

In der Pflanzengruppe beweisen die Jugendlichen eindrucksvoll ihr Gräser-Wissen. Das Weiche Honiggras finden sie sofort und können es auch bestimmen. Und mit vereinten Kräften lüftet auch eine Segge ihr Namens-Geheimnis: Es ist die Behaarte Segge.

Besondere Begeisterung lösen die Schmetterlinge aus: der Sumpfwiesen-Perlmuttfalter lässt sich bereitwillig auf Hände und Kappen setzen! So kann man sogar den eingerollten Rüssel aus der Nähe inspizieren… Zum Abschluss gibt’s noch einen lustigen „Test“: welche Schülergruppe hat sich die meisten Pflanzennamen gemerkt?

Uns hats großen Spaß gemacht mit Euch!